Kölns schönste Weihnachtsmärkte

Es riecht nach Glühwein und Reibekuchen, unzählige Lichter leuchten in den Bäumen über unseren Köpfen und leise erklingt Weihnachtsmusik. Weihnachtszeit ist Weihnachtsmarktzeit! Meine liebste Zeit im Jahr, vor allem in meiner liebsten Lieblingsstadt Köln. Hier eine Übersicht auf die fünf größten - und wie ich finde auch schönsten - Weihnachtsmärkte am Rhein.

1. "Heinzels Wintermärchen" (Heumarkt und Altermarkt)

Ist momentan mein liebster Weihnachtsmarkt: Der älteste ist gleichzeitig auch der größte Weihnachtsmarkt in der Domstadt. Gleich zwei Plätze füllt "Heinzels Wintermärchen": Den Heumarkt und dern Altermarkt in der Altstadt. Wie einst die Zünfte sind die Gassen auf diesem Weihnachtsmarkt nach Themen unterteilt, wie schon in der Legende der Heinzelmännchen von Köln. Die Legende aus dem 18. Jahrhundert besagt, dass nachts, wenn die Handwerker schliefen, die Heinzelmännchen in den Werkstätten der Zunftgassen ihre Arbeit begannen. 

In der Handwerkergasse gibt es wie der Name schon sagt allerlei Handwerkskunst, die Naschgasse dürfte Naschkatzen auf die Probe stellen und in der Spielzeuggasse müssen Eltern die Nerven bewahren, denn dort schlagen Kinderherzen höher. Auf keinem Weihnachtsmarkt in Köln leuchten so viele verschiedene Lichter wie hier: Rote Herzen in den Baumkronen, Lichterketten überall und Eistropfen sorgen gemeinsam mit den Heinzelmännchen auf den Dächern der Hütten für eine märchenhafte Atmosphäre - nicht zuletzt, weil man einen schönen Blick auf den Dom hat. Auf dem Heumarkt befindet sich umgeben von liebevoll gestalteten Buden wie dem "Büble Alpe" oder der "Weiße Glögg" eine riesige Eislaufbahn auf 1800 Quadratmetern. Hier kann nicht wie sonst üblich auf einer einfachen Bahn gelaufen werden, die Eisfläche umrundet das Reiterdenkmal Friedrich Wilhelm III. und einige Fressbuden, an denen es auch einen DriveIn gibt. Eine Brücke führt über die riesige Eisfläche, sodass man den Eisläufern von oben aus zusehen kann. Wer lieber Eisstockschießen möchte, kann das hier auch tun. Die Eislaufbahn hat auch nach den Weihnachtstagen bis zum 07. Januar geöffnet, die ein oder andere Glühweinbude drum herum ebenso. Mehr Infos hier. Kleiner Tipp: Vom angrenzenden Café Extrablatt hat man einen tollen Blick über den Weihnachtsmarkt.

2. Markt der Engel auf dem Neumarkt

Der Markt der Engel auf dem Neumarkt in der Innenstadt war lange Zeit mein Favorit! Die Häuschen sind weiß und sorgen so für ein, wie ich finde, skandinavisches Flair. In den Baumkronen über dem Markt hängen hunderte Sterne, die dem Markt sein besonderes Lichtermeer geben. Auch in den Giebeln der Häuser leuchten Sterne oder Engelsfiguren. Am großen Engelstor, dem Eingang zum Markt, weisen häufig "echte" Engel den Weg. Häufig sind die Engel auf dem Markt unterwegs und ziehen mit Glitzer durch die Gässchen, um ein ihren Engelsstaub zu verbreiten. Um den Markt herum sorgen Tannenbäume für weihnachtliche Stimmung. Besonders gut gefallen mir hier übrigens die Glühweintassen. Sie sind weiß und haben immer Köln-Motive als Relief, wie zum Beispiel den Dom oder die Kultfiguren Hänneschen und Bärbelchen. Mehr Infos hier

 

3. Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum

Schneeweiße Pagodenzelte mit Spitzdächern, die an Schiffssegel erinnern, Glühweinbuden mit Leuchtturmdach oder sogar an dem 15 Meter langen Segelschiff: Der Hafen-Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum passt sich seinem Veranstaltungsort, dem Rheinauhafen, in seiner Gestaltung an. Für maritimes Flair sorgt auch das Begleitprogramm zum Beispiel mit den Shanty-Chören. Weihnachtsgeschenke aus aller Welt laufen ier jedes Jahr in den Hafen ein. Kleine bunte Elefanten oder Nilpferde aus Afrika, Handwerkskunst aus Madagaskar oder Salami aus Frankreich, das Angebot ist international und genau das macht die Atmosphäre hier so besonders! Für Kinder gibt es ein Spielzelt mit Holzbooten und verliebte Paare können hier offiziell in den Hafen der Ehe einlaufen. Zumindest für 24 Stunden. Denn weil Kapitäne scheinbar Ehen schließen dürfen, können sich Verliebte hier trauen lassen - natürlich nur zum Spaß. Und so ergreift das Brautpaar in der humorvolle Zeremonie gemeinsam das Steuerrad, um von nun an gemeinsam durchs Leben zu segeln. Oder eben zumindest durch die nächsten 24 Stunden. Weitere Infos dazu hier.

 

 

 

4. Nikolausdorf auf dem Rudolfplatz

Der Rudolfplatz verwandelt sich in der Adventszeit alle Jahre wieder in ein gemütliches Dorf mit Fachwerkhäusern: In das Nikolausdorf. Denn hier soll der Nikolaus wohnen! In seinem Haus empfängt er Kinder und zieht täglich durch seine Gassen. Es gibt sogar eine Dorfkapelle. An seinem Ehrentag, 6. Dezember, verteilt er auch Geschenke. Die stilvoll beleuchteten Fachwerkhäuschen schmiegen sich perfekt in die Kulisse vor die Kölner Hahnentorburg aus dem 13. Jahrhundert. Süße Idee: Die Glühweintasse sind passenderweise in Nikolaus-Stiefelform. Mehr zum Nikolausdorf hier.

5. Weihnachtsmarkt am Dom

Gefällt mir persönlich nicht so sehr, ist aber natürlich DER Weihnachtsmarkt in Köln schlechthin: Der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom! Mit dem mehrere Meter hohen Weihnachtsbaum, von dem aus ein Lichternetz, der sogenannte Sternenhimmel, über den ganzen Markt gespannt wird hat natürlich den schönsten Platz ganz Kölns. Den Domplatz! Der Blick durch den Sternenhimmel auf Kölns Wahrzeichen ist eindrucksvoll und romantisch. Ansonsten ist mir der Markt persönlich zu voll, zu touristisch und zu groß. Und vor allem zu verwirrend, da die Wege sternenförmig angelegt sind und man sich schnell verläuft. 

Weitere Weihnachtsmärkte

Die "Christmas Avenue" ist Kölns schwul-lesbischer Weihnachtsmarkt. Statt den traditionellen Farben grün und rot sieht man hier viel rosa, pink und noch wichtiger: Viel Glitzer! Pinke Nussknacker oder Schokoladenpenisse - hier gibt es nichts, was es nicht gibt! 
Der Weihnachtsmarkt im Stadtgarten im Bergischen Viertel, dem hippen Szeneviertel Kölns, zeigt sich abwechslungsreich. Viele der Händler sind nur wenige Tage auf dem Markt, sodass auch beim vierten oder fünften Besuch jedes Mal Neues zu entdecken ist. 

"Glühwein saufen für den guten Zweck". Unter dem Motto lockt der wohl kleinste Weihnachtsmarkt Kölns in die Kölner Südstadt. An sieben Hütten mit Händlern und Speiseangeboten können Besucher im Innenhof der Lutherkirche nicht nur in Weihnachtsstimmung kommen, sondern auch noch etwas Gutes tun. Sogar eine kleine Bühne gibt es, auf der viele Kölner Bands für die gute Sache auftreten werden.Der Erlös des Weihnachtsmarktes geht an soziale Projekte. Mehr dazu hier.

Eine Übersicht über die Alternativen Weihnachtsmärkte hat das Stadtportal koeln.de zusammengestellt.

 

Bildergalerie: Kölner Weihnachtsmärkte

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